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Junge Union Stralsund gedenkt des Volksaufstands am 17.06.1953

Im Gedenken an den 17. Juni 1953Zu einer Gedenkveranstaltung am Platz des 17. Juni hatten sich am vergangenen Donnerstag Vertreter des Landtags, der Stadt, der Bürgerschaft, verschiedener Opferverbände, der Bundesmarine aber auch von Seiten der CDU und der Jungen Union versammelt. Aufgerufen dazu hatte die Landesbauftragte für die Stasi-Unterlagen Marita Pagels-Heineking und der ehemalige Landtagsabgeordnete Thomas Nitz sowie das Kreisdiakonische Werk Stralsund.In verschiedenen Reden wurde an die Bedeutung dieses Tages unter dem Motto "Vergeben? Ja - Vergessen? Nie" erinnert.

In Stralsund kam es vor 57 Jahren zu Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen von 900 Werftarbeitern. Durch das Eingreifen der Sowjetarmee wurde „das Werk von Provokateuren und faschistischen Agenten ausländischer Mächte'', wie Otto Grotewohl es seinerzeit beschrieb, niedergeschlagen. Es kam zu Verhaftungen und Verurteilungen. Und das bloß deshalb, weil die Menschen gegen die Kürzung der Löhne und Normerhöhungen seitens der Staatsführung protestierten.

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Stefan Händler, legte im Namen des JU-Kreisverbandes Stralsund ein Blumengebinde zum Gedenken an den Mut und die Entschlossenheit der Arbeiter der Volkswerft und weiterer, an den Demonstrationen Beteiligter, am Platz des 17. Juni nieder. ”Die meisten Mitglieder der Jungen Union entstammen einer Generation, die nicht mehr erlebt hat, wie Grundrechte eingeschränkt wurden und man seine Meinung nicht gefahrlos frei äußern konnte. Gerade deshalb ist es unser Anliegen, aktuelle demokratische Prozesse zu begleiten und mitzubestimmen, andere Interessierte dafür zu gewinnen und das schön Reden des Systems DDR auch weiterhin anzuprangern", so der Kreisvorsitzende im Anschluss.

Mathias Reeck