Willkommen bei der JU Stralsund
1.Tag
Am frühen Morgen des 10.11.2008 machten sich Mitglieder der Jungen Union Stralsund fast pünktlich auf den Weg in Deutschlands Hauptstadt Berlin. Dort wartete ein kompaktes Programm auf uns.
Nach 3-stündiger Fahrt in unserem gesponserten Kleinbus und zwei Pausen für unsere Raucher und die persönlichen Bedürfnisse kamen wir pünktlich am ersten Programmort, der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, an. Auf dem Gelände der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit befindet sich seit 1994 eine Gedenkstätte. Zuerst erhielten wir einen kurzen geschichtlichen Abriss in Form eines halbstündigen Filmes und wurden im Anschluss daran von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Gedenkstätte durch das ehemalige Stasi-Gefängnis geführt. Die Örtlichkeiten, seine Erläuterungen und Hintergrundinformationen bewegten uns zutiefst.
Die Zeit verging wie im Flug und wir machten uns im Anschluss auf den Weg zu unserem hellhörigen Hotel in der Fasanenstrasse.
Aufgrund der Tatsache, dass sich unsere Mägen immer stärker meldeten und wir noch etwas Zeit bis zum nächsten Programmpunkt, dem Besuch der Ausstellung “Story of Berlin“, hatten, nahmen wir noch einen kleinen Imbiss zu uns.
Um 15.30 Uhr trafen wir uns dann vor der Ausstellung und erlebten nun anschaulich die Geschichte Berlins von der Gründung bis zur Gegenwart. Im Anschluss daran waren wir noch für den Besuch des Atomschutzbunkers unter dem Kudamm-Karree verabredet. Bis auf die üblichen Verdächtigen waren alle pünktlich und so konnte der Abstieg in die Unterwelt Berlins beginnen. Als Fazit dieses Besuches ist nur eines festzustellen, Gott sei Dank wurde der Bunker nie benötigt, denn er war mehr ein Alibi als wirklich sinnvoll.
Nun war die Zeit von den Shoppingsüchtigen gekommen. Unser offizielles Programm für den ersten Tag lag hinter uns und wir hatten bis zu unserem gemeinsamen Abendessen im Europacenter noch 3 Stunden Zeit unseren Interessen nachzugehen. Und dies hieß Shopping, Shopping und nochmals Shopping.
Am Ende unserer Kräfte und um einige Euros erleichtert waren wir dann alle froh unser Abendessen einnehmen zu dürfen. Es wurde viel gelacht und am Ende stand nur die frage- Wo gehen wir jetzt hin? Die Antwort war sehr nahe liegend: in den Irish- Pub im Untergeschoss. Die Mehrheit der Gruppe war damit einverstanden und wir machten uns, mit unseren Einkaufstüten, auf den Weg. Am Eingang hörten wir schon laute Musik, welche uns unsere Erschöpfung vergessen lies. Wir nahmen gegenüber der Bühne Platz, auf der HARRY´S KARAOKE SHOW stattfand. Es war einfach super, wir sangen aus voller Kehle mit, klatschten lautstark und bewegten uns rhythmisch zu den Liedern. Bis auf zwei Ausnahmen, ich sage nur weiße Bluse und Duett, waren alle Teilnehmer Meister ihres Fachs. Michael Jackson hat es sich auch nicht nehmen lassen und war höchst persönlich für ein Kurzkonzert eingeflogen- einfach geil.
Kurz nach Mitternacht machten wir uns auf den Weg in unser Hotel. Da der Großteil unserer Reisegruppe sehr erschöpft war hieß es dann nur noch „ Gute Nacht John-Boy.“
2. Tag
Die Nacht war bereits um 7.00 Uhr Geschichte, denn wir hatten uns zu 7.30 Uhr zum Frühstück verabredet. Wach waren, so glaube ich zumindest, noch nicht alle um diese Uhrzeit. Aber es half alles nicht, um 8.30 Uhr war Abfahrt Richtung Reichstag.
Dort angekommen fanden wir, wie es sich für eine Reisegruppe der Jungen Union Stralsund gehört, direkt vor dem Reichstag einen Parkplatz. Nachdem wir die Sicherheitskontrollen passiert hatten, fuhren wir zunächst zur Reichstagskuppel hinauf und schauten uns Berlin von oben an. Der ein oder andere Schnappschuss wurde gemacht und um 9.45 Uhr wurden wir wieder vom Fahrstuhlpersonal abgeholt.
Nun stand der Vortrag im Plenarsaal auf dem Programm. Mit etwas monotoner Stimme wurden uns die Geschichte des Reichstages, der Aufbau des Plenarsaales und die Abstimmungsvarianten erläutert. Am Ende des Vortrages war dann auch unsere Reisegruppe für diesen Tag komplett und wir wurden freundlicherweise von Frau Düsing und Frau Unger durch den Reichstag geführt. So sahen wir beispielsweise den Fraktionssaal der CDU/CSU- Fraktion, die Präsidialebene, den Andachtsraum, die schriftlichen Hinterlassenschaften der russischen Soldaten und das Clubzimmer. Nicht zu vergessen sind auch der Versorgungstunnel unterhalb der Regierungsgebäude sowie das Jacob-Kaiser-Haus und das Paul-Löbe–Haus. Dort bedankten und verabschiedeten wir uns von den beiden und nahmen in einem etwas engen Zeitfenster unser Mittagessen ein.
Anschließend machten wir uns durch das verregnete Berlin auf unseren Fußmarsch zum Bundeskanzleramt. Dort angekommen mussten wir Sicherheitskontrollen wie auf dem Flughafen über uns ergehen lassen und durften anschließend die heiligen Hallen unserer Wahlkreisabgeordneten betreten. Besonders imposant waren die freischwebende Decke und die mehr oder minder naturgetreue Nachbildung des weiblichen Körpers in der Eingangshalle. Nicht unerwähnt dürfen auch die Gemälde der vergangenen Bundeskanzler bleiben. Das Gebäude wurde uns sehr sympathisch von unserer Führerin erläutert, allerdings immer unter den wachen Augen unserer Sicherheitsleute, oder habe ich da etwas verwechselt?
Moderne, meist ansehnliche Kunst war an vielen Stellen zu finden. Wir betraten unter anderem die Freiterrasse, besichtigten den UNO-Raum, posierten für ein Pressefoto und landeten schließlich an unserem künftigen Arbeitsplatz, dem Kabinettstisch. Nach 11/4 Stunden war der Rundgang beendet und wir wurden wieder hinaus begleitet, diesmal in das regenfreie Berlin.
Um 15.00 Uhr traten wir schließlich die Rückreise in unserem Kleinbus an. Anfangs wurden die Lieder im Radio noch mitgesungen, aber allmählich machte sich die Erschöpfung bemerkbar, so dass der ein oder andere die Autofahrt zur Augenpflege nutzte und nur noch Einzelgespräche geführt wurden.
Alles in allem können wir sagen, die Reise war informativ, wir hatten außerordentlich viel Spaß und freuen uns schon auf unsere nächste Fahrt.
Simone Risch
