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Junge Union Stralsund bekennt sich zum Bau des Steinkohlekraftwerkes Lubmin

An diesem Freitag, den 21.11.08 fand in Greifswald eine Demonstration für das Steinkohlekraftwerk Lubmin statt, an der auch die JU Kreisverbände Greifswald und Stralsund teilnahmen. Hierzu erklärt die Junge Union Stralsund:

"Nach dem bereits beschlossenen Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Kernenergie steht die Bundesrepublik Deutschland vor dem Problem, die Versorgung mithilfe anderer Quellen kompensieren zu müssen und für alle Verbraucher (Privathaushalte und Wirtschaft) nachhaltig ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen. Ferner müssen alte und unmoderne Anlagen durch neue ersetzt werden. Heute und auch in den nächsten Jahren wird dies nicht ausschließlich mit regenerativen Energiequellen möglich sein.  Neben dem Beitrag zur gesamtdeutschen Energieversorgung bedeutet dieser Bau zugleich einen wirtschaftlichen Aufschwung für die gesamte Region. So stellt dieses Projekt mit ca. 2,5 Milliarden Euro die größte private Investition in der Geschichte unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern dar.
Von diesem Investitionsvolumen sollen für 400 Millionen Euro Aufträge an die Region gehen. Durch den Neubau enstehen während der Bauphase 1.000 bis 1.500 Arbeitsplätze, nach seiner Fertigstellung 140 direkte Jobs im Kraftwerk sowie zusätzlich 500 im Zulieferer- und Servicebereich. Zur Zeit sind 900 Mitarbeiter der Energiewerke Nord in Lubmin direkt oder indirekt mit dem Rückbau des ehemaligen Kernkraftwerks beschäftigt, deren Aufgabe im Jahr 2010 abgeschlossen sein wird. Die Energiewerke Nord haben über die Landesgrenzen hinaus beachtliches Know-How damit erworben und ein Großteil der zukünftigen Arbeitskräfte im Steinkohlekraftwerk werden aus der Region stammen. Ein wichtiger Aspekt, der nicht nur regionale Bedeutung erlangt, denn im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern fehlt es an gut bezahlten und qualifizierten Industriearbeits-plätzen, somit wird auch der hohen Arbeitslosigkeit entgegengewirkt, mit der die Menschen in unserer Region zu kämpfen haben.

Der Wirkungsgrad neuer Kohlekraftwerke liegt heute bei knapp 50 % wobei alte Anlagen nur auf rund 35 % kommen. Laut Dong Energy wird es sich bei dem beabsichtigten Neubau um
eines der modernsten und technisch ausgereiftesten Kohlekraftwerke ganz Europas handeln.

Dass ein Kraftwerk nicht gleich das Aus für den Tourismus bedeutet, zeigt zudem das Beispiel des Kraftwerkes in Rostock. Dort führte der Bau nicht zu abnehmenden Gästezahlen. Im Gegenteil: Der Tourismus wurde kontinuierlich ausgebaut. So ist es in höchstem Maße unwahrscheinlich, dass der Bau einen Negativeffekt auf den Tourismus hier hat.

Bei allen Bedenken bezüglich der Umwelt  sollte man nicht vergessen, dass jeder auch in Zukunft das Licht anschalten möchte wann er will und wie lange er will. Und dies geht nur, wenn ausreichend Energie für jeden von uns zur Verfügung steht.

Aus diesen Gründen ist es aus unserer Sicht unerlässlich, dem Bau des Steinkohlekraftwerkes zuzustimmen."

Mathias Reeck